Montag, 20. November 2017
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Jüdischer Friedhof

Jüdischer Friedhof Weissensee © visit pankow!

Der Friedhof Weissensee ist mit seinen 42 Hektar Fläche einer der größten jüdischen Friedhöfe Europas. Er wurde ursprünglich als Ergänzung zum jüdischen Friedhof in der Schöhauser Allee angelegt. Nach der jüdischen Tradition werden Grabstätten nicht wiederbelegt und bleiben bis zum jüngsten Gericht Begräbnisflächen.
Die Anlage und die meisten Gebäude des Friedhofs sind nach den Plänen des Architekten Hugo Licht (1841 bis 1923) erbaut. Bemerkenswert ist die aus gelbem Sandstein erbaute Trauerhalle.

Die Gräber sind in 120 gitterförmige Grabfelder unterteilt, die geometrische Formen wie Dreiecke, Rechtecke und Trapeze bilden.

Zahlreiche bekannte Persönlichkeiten haben auf dem Friedhof ihre Ruhestätte gefunden, darunter der Verleger Samuel Fischer, der Zigarettenfabrikant Josef Garbáty, der Sozialpolitiker und Publizist Max Hirsch, die Kinderbuchautorin Else Ury, der Schrifteller Stefan Heym, Komponist und Chordirigent Louis Levandowski, Computerpionier und Gesellschaftskritiker Joseph Weizenbaum, Schriftstellerin und Sozialarbeiterin, bekannt als „Suppen-Lina“ Lina Morgenstern.

Der sehr gepflegte Friedhof ist zu einem großen Teil mit Bäumen bepflanzt. Viele Grabstätten sind mit Efeu bedeckt. Die alleeartigen Haupt- und Nebenwege laden seine Besucher zu einem besinnlichen Spaziergang ein.

a/m