Samstag, 17. November 2018
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Gethsemane Kirche

Gethsemanekirche © Jonas M. Schlatter, CC BY-SA 3.0

Der Name der Kirche leitet sich von dem Garten am Ölberg in Jerusalem ab, den Jesus nach dem letzten Abendmal aufsuchte, um Gott um Abwendung des ihm vorgestimmten Schicksals zu bitten.

Jesu Wort „Wachet und betet“ gewann in der Gethsemane-Kirche im Laufe der Geschichte immer wieder eine aktuelle Bedeutung.

Während der Protestwelle kurz vor der Wende öffnete die Kirche ihre Tore für junge Oppositionelle, die einen Versammlungsort suchten. Die Kirche war auch inoffizielles Pressezentrum für ausländische Journalisten.

Zu Zeiten des Zweiten Golfkriegs wurden regelmäßig Friedensgebete abgehalten. Im Jahr 2003, als der Ökumenische Kirchentag stattfand, wurden in der Kirche trotz Verbots von Papst Johannes Paul II. zwei gemeinsame Abendmalfeiern von katholischen und evangelischen Christen gefeiert. Zuvor wurden diese Feiern öffentlich angekündigt.

Baulich ist die Kirche eine Besonderheit. Sie gilt als das reifste Werk des Baumeisters August Friedrich Wilhelm Orth, der im 19. Jahrhundert lebte. Von ihrer äußeren Gestalt entspricht sie einer neugotischen Backstein-Hallenkirche. Durch den Einsatz von Stahlarmierungen konnte im Innenraum ein weitgespanntes Kreuzrippengewölbe realisiert werden, das den Eindruck von besonderer Größe vermittelt.

Die Gethsemane-Kirche bietet das ganze Jahr über ein vielfältiges, anspruchsvolles und dichtes musikalisches Programm. Es finden auch viele Konzerte externer Veranstalter in der Kirche selbst und im Elias-Kuppelsaal statt.

a/m
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